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KOSTENLOS! Neues Buch zum Nahostkonflikt Israel / Palästina

KOSTENLOSE VERSION meines neuen Buches zum Nahostkonflikt Israel-Palästina NUR FÜR KURZE ZEIT hier online zu lesen!

Bezüglich der Veröffentlichung meines neuen Buches habe ich mich dazu entschieden dieses zunächst vorübergehend kostenlos hier als PDF anzubieten. Link zum Buch:

https://www.dropbox.com/s/2awzxzlunx5v7yg/Buch%20-%20Israel%2C%20mein%20Israel%20-%20Robert%20Raoul%20Alggad.pdf?dl=0Buch.jpg

Wen mein neues Buch, welches im Handel etwa 20 Euro kosten wird, bereits jetzt interessiert, der kann es für kurze Zeit hier gratis sofort lesen.

300 Seiten, viele Abbildungen und Links zu Quellen.

Titel: „Israel, mein Israel – Ein Appell – Der Nahostkonflikt aus deutsch-palästinensischer Perspektive“

Aktuell befinde ich mich auf der Suche nach einem passenden Verlag. Auch Buchhändler dürfen mir gerne schreiben, ich biete das Buch auch gedruckt günstig in größeren Mengen an. Siehe Buch.

Bitte helft bei der Verbreitung dieses brisanten und sehr relevanten Materials, teilt das Buch mit Freunden und Bekannten, postet vielleicht Beiträge dazu, falls ihr diese Botschaft wichtig findet. Teilt diesen Beitrag bitte auch in die Gruppen hinein.

Auf meiner Seite werde ich darüber berichten welche Hilfsprojekte ich mit den Spenden fördere und aufbaue. Dort findet sich auch ein von mir erstelltes Video mit bereits erfolgreichen Hilfsaktionen in Gaza der Organisation Palästinensische Stimme Berlin, verlinkt am Ende des PDF.

Über das Buch:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen von Herzen kommenden Appell – einen Appell an die israelische, an die palästinensische und im Besonderen auch an die deutsche Bevölkerung.

Es fordert mehr Ehrlichkeit in der Auseinandersetzung mit der Thematik, mehr Menschlichkeit in der Begegnung, mehr Offenheit im Dialog – und einen echten Austausch, sowie reelle Begegnung.

Den ersten Teil des Buches macht ein kurzer und schonungsloser historischer Abriss aus, der mit einer Vielzahl von Mythen um die Entstehung des israelischen Staates aufräumt.

Es folgen eine Reihe von Artikeln, die verschiedene relevante Aspekte des Nahostkonfliktes aus deutsch-palästinensischer Perspektive näher beleuchten.

Der Abschluss unternimmt den Versuch eines Lösungsvorschlages für diesen brisanten Konflikt.

Ein mutiges und ergreifendes Porträt des Überlebenskampfes zweier Völker und ein Plädoyer für einen Frieden durch die gegenseitige Anerkennung und einen offenen Dialog.

Über den Autor:

Robert Raoul Alggad ist Deutsch-Palästinenser, lebt und arbeitet als Autor und freischaffender Journalist, Blogger und Youtuber in Berlin. Er ist Jugenderzieher und Englischübersetzer und neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Lifecoach im Bereich Persönlichkeits-entwicklung / Lebenshilfe tätig.

Seine Themen umfassen neben politischen und sozialen Schwerpunkten insbesondere den Nahostkonflikt, aber auch die Dynamik zwischen den Geschlechtern und das Gender Mainstreaming, welches er kritisch betrachtet, obgleich er aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich stammt.

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Apartheid und Rassismus in Israel

Ich habe im Vorfeld gesagt das ich die Notwendigkeit einer nationalen Heimat für das jüdische Volk, oder Religionsgemeinschaft anerkenne. Ebenso erkenne ich jedoch auch die Notwendigkeit einer nationalen Heimat für das palästinensische Volk an, das nun mit 7 Millionen Vertriebenen und deren Nachkommen als größte Flüchtlingsgruppe der Welt ohne eigene Heimat um den Globus zieht, oder in Flüchtlingslagern kauert.

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Ganz richtig betont mancher wie schlecht es den Vertriebenen in den Flüchtlingslagern in den umliegenden arabischen Nationen ergeht. Ein weiteres Argument für ihr Rückkehrrecht und ihren Anspruch auf eine eigene Heimat, wie sie sie einmal hatten bevor das historische Land Palästina von der Landkarte radiert worden ist. Das sind Menschen die einmal über Häuser und Land verfügt haben.

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Die restlichen fast 6 Millionen Palästinenser müssen innerhalb Israels entweder unter ständiger Belagerung durch Militärpolizei und radikale, bewaffnete Siedler unter einem Besatzungsregime in den Vertriebenengebieten Gazastreifen und Westjordanland, oder aber als Bürger zweiter Klasse, unter Militärrecht und mit 30 Gesetzen die sie innerhalb der Gesellschaft Israels spezifisch diskriminieren, in Apartheid leben. Nelson Mandela, der Überwinder der Apartheid in Südafrika, solidarisierte sich nicht grundlos mit ihnen.

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Es gibt Strassen auf denen nur Israelis fahren oder gehen dürfen. Das ist Rassentrennung. Ebenso ganze Wohnquartiere die nicht an Palästinenser vermieten.

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Ein weiteres Bild aus Hebron im Westjordanland, aus dem es eine Vielzahl von Berichten über Übergriffe durch Siedler gibt. Diese werden durch das Militär beschützt. Demütigung und Erniedrigung gehören nicht nur dort für viele Palästinenser zum täglichen Leben.

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In dieser kurzen deutschen Berichterstattung sieht man eine palästinensische Frau die einen israelischen Siedler konfrontiert, der ihr Haus besetzt hält. Es folgen in der Playlist zwei Videos einer Arte-Reportage über Radikale Siedler und Apartheid in obengenanntem Hebron:

Die palästinensische Bevölkerung unter Besatzung erhält keinen Zutritt zu den Heiligtümern des Islam in Jerusalem. Palästinensern wird durch das System der militärischen Checkpoints der Zugang zu Bildung erschwert. Viele Kinder schaffen es nicht einmal bis zur Schule. 200 Checkpoints und der Trennwall im Westjordanland stellen sicher das Palästinenser 4 Stunden für eine Strecke unterwegs sind, für die sie früher 30 Minuten brauchten, häufig schaffen es Menschen nicht zur Arbeit, noch schlimmer Hilfsbedürftige nicht rechtzeitig ins Krankenhaus. Diese Menschen werden in Käfigen zusammengetrieben:

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In diesem Video mit deutschen Untertiteln kann man den Rassismus und die Willkür im Umgang mit den Palästinensern an den Checkpoints im Westjordanland sehen:

Viele Palästinenser müssen ins Ausland gehen um zu studieren, so wie die meisten Mitglieder meiner Familie väterlicherseits, weil sie in ihrer eigenen Heimat nicht die Gelegenheit dazu erhalten. Arabische Arbeitskräfte arbeiten bei israelischen Arbeitgebern häufig für einen Hungerlohn von 2,50 Euro, dies wird noch als vorbildlich seitens der Israeli angesehen. Palästinenser sieht man in Israel in aller Regel als Landschaftsgärtner, Taxifahrer, Tellerwäscher, oder auf großen Plantagen.

Der sogenannte Schutzwall der um das Westjordanland errichtet wurde liegt zu 85% auf palästinensischem Territorium und hat die fruchtbarsten Böden de facto annektiert. Palästinensische Ressourcen, wie etwa Erdölvorkommen mit Gewinnspannen in Milliardenhöhe und die zu über 90% auf palästinensischem Territorium liegen, werden wider die Genfer Konvention angezapft und ausgebeutet, Palästinenser dafür als Arbeitskräfte genutzt, während ihnen nicht ermöglicht wird ihre eigenen Ressourcen zu nutzen um ihr Los zu verbessern.

Wir reden hier von einem reichen Staat, einer Nuklearmacht mit dem viertbesten Militär der Welt, der sich nach innen hin, seiner eigenen jüdischstämmigen Bevölkerung gegenüber wie eine normale Demokratie verhält und starke Beziehungen zu den USA und dem ganzen Westen unterhält.

In dieser kurzen Arte-Dokumentation wird die Ausbeutung palästinensischer Arbeitskräfte und Ressourcen geschildert, in ihr schildern israelische Plantagenbesitzer nicht ohne Stolz die Bedingungen zu denen sie Palästinenser einstellen:

Land Day:
Arabische Juden werden innerhalb Israels diskriminert und wurden beim sogenannten Tag des Bodens ´76, der weltweit jedes Jahr mit Demonstrationen begangen wird, völkerrechtswidrig in einem riesigen Massstab enteignet. Der Tag des Bodens ist ein jährlicher Gedenk- und Protesttag in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten, der am 30. März begangen wird und sich gegen die Landenteignung der arabischen Bevölkerung durch Israel richtet. Traditionell werden dabei Olivenbäume gepflanzt.

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Im März 1976 kam es zu massiven Landenteignungen in Galiläa von denen arabische Israelis betroffen waren. Der konfiszierte Grund sollte vor allem den jüdischen Nachbargemeinden und für Industrieprojekte zur Verfügung gestellt werden und die demographische Situation der Region ändern. Um die Proteste zu ersticken erließen die israelischen Behörden für die betroffenen Gemeinden eine Ausgangssperre ab 29. März, 17 Uhr.

Als Antwort riefen arabische Politiker, darunter der Bürgermeister der Stadt Nazareth, zum Generalstreik und Demonstrationen auf. Die Palästinenser solidarisierten sich, auch in den Flüchtlingslagern im Ausland. Trotz der Drohungen Israels fand der Generalstreik statt und nach einem bis damals noch nicht da gewesenen Polizeieinsatz mit 4.000 Mann endete der Tag mit 6 toten und 100 verletzten Arabern.

Israeli troops run as clashes erupt outside the Al-Aqsa mosque compound in Jerusalem's Old City 28 September 2000, following a visit to the holy site by Israeli right-wing opposition leader Ariel Sharon. The visit of Israel's current prime minister to Islam's third holiest shrine sparked the outbreak of the second intifada. Exhausted by a conflict both know they are incapable of winning, Israelis and the Palestinians are marking the fifth anniversary of this intifada 28 September 2005. AFP PHOTO/AWAD AWAD (Photo credit should read AWAD AWAD/AFP/Getty Images)

Seitdem wird dieser Tag mit Demonstrationen der arabischen Bevölkerung begangen, auch in den Palästinensischen Autonomiegebieten gibt es Kundgebungen. Immer wieder kam es an diesem Tag zu gewalttätigen Konfrontationen mit Toten und Verletzten, das Westjordanland war zu diesem Datum häufig abgeriegelt.

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Mittlerweile finden auch in palästinensischen Auslandsgemeinden in Europa Veranstaltungen statt. Zudem gibt es seit 2011 Aktionen bei denen ausländische propalästinensische Aktivisten versuchen in Massen nach Israel zu reisen um dort an Protestveranstaltungen teilzunehmen, auch wenn ihnen die Einreise mitunter erschwert wird.

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Apartheid, Rassismus, Ausbeutung und Enteignung sind die logische Konsequenz einer Ideologie die nur zu einer Abwertung und Entmenschlichung der Opfer führen kann, um die Verbrechen an ihnen ausblenden zu können. Palästinenser sind Semiten. Mancher verschliesst die Augen davor und will gar nicht wissen was mit diesen Semiten geschieht.

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Miko Peleds (aus dem Videovortrag in meiner Historie der Vertreibung) Schwester, die Pädagogin ist, hat ein Buch verfasst indem sie beschreibt wie das israelische Bildungssystem auf eine sehr subtile Weise Rassismus und Apartheid lehrt. Ob es in Israel ein großes Rassismusproblem gibt, auch gegenüber Asylanten aus Afrika, davon kann man sich in diesem Video, in deutscher Sprache, selbst überzeugen:

Israel ist in seiner aktuellen Politik gegenüber der arabischstämmigen jüdischen und palästinensischen Bevölkerung leider ein rassistischer Staat der Apartheid betreibt und ein kapitalistischer Staat, der Ausbeutung betreibt. Ihm muss geholfen werden sich in einer anderen Weise zu verhalten oder die Situation wird sich mit Sicherheit für alle Betroffenen verschlimmern. Dies kann nicht der Weg sein zu Demokratisierung und Gleichberechtigung.

2017 wurde der Staat Israel durch die UN des Verbrechens der Apartheid überführt.

Die beiden international renommierten US-Wissenschaftler Richard Falk und Virginia Tilley leiteten 2017 für die UN-Organisation „Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien“ (ESCWA) die Untersuchung über die Behandlung der Palästinenser durch Israel, die zu dem Schluss kommt:

„Fern jedes vernünftigen Zweifels, belegen die Beweise, dass Israel schuldig ist, ein Apartheidregime gegen das palästinensische Volk errichtet zu haben.“

„Wir reden nicht länger vom Risiko der Apartheid, sondern von der Anwendung von Apartheid.“ so Tilley.

Es ist das erste Mal, dass eine UN-Organisation die permanenten Verbrechen Israels als „Apartheid“ bezeichnet.

Sowohl die israelische als vor allem auch die Trump-Regierung übten erheblichen Druck auf UN-Generalsekretär António Guterres aus, den Bericht zurückzuziehen, doch die für die Studie verantwortliche ESCWA-Chefin Rima Khalaf weigerte sich und kündigte aus Protest lieber ihre Stelle bei der UN.

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas kündigte an, Rima Khalaf für ihren „Mut und Unterstützung“ für das palästinensische Volk mit der Palestine Medal of the Highest Honour auszeichnen zu wollen.

„Israeli Practices towards the Palestinian People and the Question of Apartheid“

Zum UNO-Bericht:

https://www.middleeastmonitor.com/wp-content/uploads/downloads/201703_UN_ESCWA-israeli-practices-palestinian-people-apartheid-occupation-english.pdf

Die Uno, Israels Linke und ihr Appell

Wie die Mehrheit in Israel oder Deutschland die Dinge sieht, hat sehr viel mit der Medienberichterstattung zu tun. Wie die Mehrheit die Dinge sieht macht auch keine Aussage über die Richtigkeit ihrer Standpunkte.

Dennoch ist es laut aktuellen Umfragen seit den letzten Übergriffen auf Gaza 2014 sogar so, dass eine leichte Mehrheit in der deutschen Bevölkerung sich mit dem palästinensischen Volk und seinem Schicksal solidarisiert, auch wenn sie noch immer schweigt. Ich gehöre zu denjenigen die nicht ihre Augen vor Unrecht verschliessen, so das sie später sagen können sie hätten von Nichts etwas gewusst. Ich gehöre zu denjenigen in der deutschen Bevölkerung, die ihre Stimme dagegen erheben und das sind nicht Wenige.

Ich stehe auf der Seite von Menschen wie Nelson Mandela, Kofi Annan von der Uno, der Unicef, Menschenrechtsorganisationen überall auf der Welt, etlichen auch und gerade linken Politikern und jüdischen Intellektuellen weltweit, auf der Seite von Holocaust-Überlebenden die vor einer Wiederholung der Geschichte warnen, etlichen Israelis die sich inzwischen in ihrem Land immer stärker mit Demonstrationen gegen die brutale Besatzungspolitik ihrer Nation wenden und unzähligen Friedensaktivisten aus aller Welt.

Etwa aus England:

England

Aus Frankreich:

Paris, Frankreich

Aus Spanien:

santander, spanien

Aus Ägypten:

Kairo, Ägypten

Aus Südafrika:

Südafrika

Aus Israel:

israel

Ich stehe auch auf der Seite des jüdischen Volkes, der israelischen Bevölkerung wie der palästinensischen, für eine Zukunft in Frieden und gleichberechtigter Koexistenz. Ich denke, ich stehe auf der richtigen Seite. Ich stehe auf der Seite von Allen.

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Die UNO hat einen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk eingerichtet, da der Aggressor in diesem Konflikt schon immer feststand. Der Staat Israel. Hier in Auszügen Kofi Annans Text von 2002 zu diesem Tag:

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„Dieser Tag der Solidarität ist ein Tag der Trauer. Die menschlichen und materiellen Verluste, die das palästinensische Volk in den vergangenen zwei Jahren hinnehmen musste, sind geradezu katastrophal. Die beklagenswerte Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten hat die ganze Region seit mehr als zwei Jahren in einen kontinuierlichen Zustand der Krise versetzt, und es ist kein Ende in Sicht. Hunderte Menschen haben ihr Leben verloren, zumeist unter den Palästinensern.

Tragischerweise, und dies kann nicht hingenommen werden, waren viele der Opfer Kinder. Von den israelischen Behörden wurde oft exzessive und unverhältnismäßige Gewalt angewendet; es kam zu Tötungen ohne gerichtliches Verfahren, zu willkürlichen Festnahmen, Deportationen und kollektiven Bestrafungen wie dem Abbruch von Häusern. Solche Maßnahmen verstärken nur Wut und Verzweiflung sowie den Wunsch nach Vergeltung.

Seit vergangenem März sind große Städte im Westjordanland im Zuge israelischer Militäroperationen wieder besetzt worden. Weitreichende Zerstörungen haben die Wirtschaftstätigkeit in den besetzten palästinensischen Gebieten zum Erliegen gebracht und zu einer humanitären Krise geführt, deren Ausmaß vom Rest der Welt erst langsam erkannt wird.

Rigorose Grenzschließungen und Ausgangssperren halten die palästinensische Wirtschaft weiter im Würgegriff und reduzieren das Leben Tausender palästinensischer Familien auf einen harten täglichen Überlebenskampf. Die Funktionsfähigkeit der Palästinensischen Autonomiebehörde wurde ernsthaft eingeschränkt.

Es kann keine Lösung geben, die gewaltsam aufgezwungen wird. Es kann kein dauerhafter Fortschritt ohne einen klaren politischen Horizont erreicht werden, nämlich einer klar definierten, endgültigen Lösung, die für beide Seiten akzeptabel ist. Dazu zählt der Abschluss eines Sicherheitsabkommens zwischen Israelis und Palästinensern, das die Beendigung aller Formen von Gewalt sicherstellt, der Rückzug Israels aus den von den Palästinensern kontrollierten Gebieten, die sofortige Beendigung der Siedlungsaktivitäten, die Aufhebung der Bewegungsbeschränkungen für Personen, Waren und wesentlichen Dienstleistungen, und die Auszahlung aller noch ausstehender Mehrwertsteuern und Zolleinkünfte, die der Palästinensischen Autonomiebehörde zustehen.

In der Zwischenzeit braucht das palästinensische Volk dringend humanitäre Hilfe und Soforthilfe. Die israelische Regierung sollte nun ihre bereits erklärten Zusagen umsetzen, die Restriktionen aufheben und für einen uneingeschränkten Zugang der humanitären Konvois und Hilfseinsätze zur Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten sorgen.

Wenn wir alle unsere Bemühungen verstärken, wird eher früher als später der Tag kommen, an dem das palästinensische Volk endlich in der Lage sein wird, seine unveräußerlichen Rechte auszuüben, einschließlich seines Rechtes auf Selbstbestimmung und auf einen Staat Palästina.“

Die internationale Gemeinschaft der Vereinten Nationen hat mehrere Resolutionen gegen Israel verabschiedet, welche bereits ´47 ein Rückkehrrecht der Vertriebenen und dann ´67 einen Rückzug aus den ´67 in einem Angriffskrieg unrechtmäßig besetzten Gebieten forderten. Diese UN-Resolutionen wurden durch den Staat Israel leider bis heute ignoriert.

Ebenso, wie der Teilungsplan der UNO von ´47 der einen eigenen palästinensischen Staat und 45% des Landes in Autonomie, statt den heutigen 20% unter Besatzung für die Palästinenser forderte, ein Staat der bis heute nie realisiert worden ist. Dies war das historische Land Palästina. Es ist von der Landkarte radiert worden. Durch eine gewaltsame ethnische Säuberung und Vertreibung der eingeborenen Bevölkerung. Die Vertreibung setzt sich heute durch bewaffnete Siedler die durch das Militär beschützt werden fort.

Lejla Sadikovic (left) and and Medy Salkicevic, both of Chicago, at a rally where activists protest the Israeli occupation of Palestine Friday evening at Daley Plaza. | Michael Schmidt/Sun-Times

Die Dörfer und Städte dieser Menschen und ihrer Vorfahren wurden zerstört. Nun sind sie staatenlos und rechtelos im eigenen Land oder im Ausland in Flüchtlingslagern unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht und können nicht in ihre Heimat zurückkehren. Während es für die jüdische Bevölkerung weltweit ein Rückkehrrecht nach Israel gibt. Ein Volk hat das Land eines anderen Volkes erhalten, in dem es einen Staat ausrufen konnte. Doch zu welchem Preis? Ist dies Gerechtigkeit?

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In diesem offenen Brief kann man den Appell der israelischen Linken an die Genossen aus Deutschland, die deutsche Linke zu der auch viele Befürworter der aktuellen israelischen Politik sich zählen, lesen. Mehr als 100 israelische AktivistInnen fordern darin als Voraussetzung für die Durchsetzung einer friedlichen und solidarischen Lösung des Konflikts in Israel / Palästina eine solidarische und linke Politik. Unter den UnterzeichnerInnen, die in Dutzenden verschiedenen Organisationen und Initativen aktiv sind, sind die Professoren Moshe Zuckermann, Yehuda Shenhav und Gadi Elgazi von der Universität Tel Aviv, der Filmregisseur Udi Aloni, feministische AktivistInnen der israelischen Frauenkoalition für Frieden wie Eilat Maoz und Inna Michaeli, KriegdienstsverweigerInnen wie Matan Kaminer und Hagai Matar und KämpferInnen für soziale Gerechtigkeit wie Reuven Aberjil und Einat Podjarni:

http://de.indymedia.org/2010/03/276798.shtml

Israel ist in seiner aktuellen und vergangenen Politik leider ein Staat der die Forderungen der internationalen Staatengemeinschaft und vieler Menschenrechtsorganisationen stets ignoriert hat. Dies ist angesichts der Zuspitzung der Lage nach Gaza 2014, der Wiederwahl Netanjahus und einer Ankündigung einer noch unerbittlicheren Politik durch eine erstmals seit den 90ern rein rechts-religiöse israelische Regierungskoalition nicht länger hinnehmbar. Die Linke muss sich international solidarisieren, unsere Parteien müssen sich in diesen Fragen positionieren, die Weltöffentlichkeit muss informiert werden und öffentlicher Druck muss erzeugt werden.

Die richtige Folgerung aus der deutschen Geschichte

Dies hier ist, in meiner Meinung, die richtige Folgerung aus der deutschen Vergangenheit.

Die Erklärung der internationalen Identität:

Ich bin ein Mensch. Ein Teil der Menschheit.
Das ist das einzige Volk dem ich angehöre.
Ich bin ein Teil der menschlichen Rasse.
Das ist die einzige Rasse der ich angehöre.
Ich bin ein Bürger des Planeten Erde.
Das ist meine einzige Heimat. Ich liebe sie sehr.
Ich bin ein Teil jeder Kultur. Alle Kulturen sind ein Teil meines Volkes und wertvoll.
Ich folge nur der Menschlichkeit. Das ist die einzige Ideologie der ich folge.
Alles Leben ist wertvoll. Alles Leben muss beschützt werden.

Das ist die Stufe die die Menschheit als Nächstes erlangen muss. Wenn wir endlich gelernt haben einander mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen, dann werden die Tiere und die Natur mit denen wir unseren Lebensraum teilen unweigerlich folgen.

Im folgenden nur 4 von hunderten vergleichbaren Zitaten israelischer Politiker seit 1947:

25. Juni 1982, Menachim Begin, israelischer Ministerpräsident, in einer Rede an die Knesset: „Die Palästinenser sind Tiere, die auf zwei Füssen gehen.“

14. April 1983, Raphael Eitan, Generalstabschef der israelischen Armee, in der New York Times: „Wenn wir das Land besiedelt haben, wird alles was die Araber dann noch tun können sein, wie betäubte Kakerlaken in einer Flasche umherzuirren.“

Oktober 1983, Heilbrun, Präsident des Komitees zur Wiederwahl des Tel Aviver Bürgermeisters General Shlomo Lahat: „Wir müssen alle Palästinenser töten, es sei denn sie finden sich damit ab, hier als Sklaven zu leben.“

1. April 1988, Yitzhak Shamir, israelischer Ministerpräsident, in einer Rede vor jüdischen Siedlern: „Die Palästinenser sollen zerquetscht werden wie Grashüpfer, ihre Köpfe gegen die Felsen und Wände geschmettert werden.“

Wie gross das Rassismusproblem dort ist, auch gegenüber Asylanten aus Afrika, sowie das Ausmaß der dort vorliegenden Apartheid, gegen die sich schon Nelson Mandela, der Überwinder der Apartheid in Südafrika mit dem palästinensischen Volk solidarisierte, darauf werde ich noch zu einem späteren Zeitpunkt näher eingehen.

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Auch Desmond Tutu sagte bereits wie sehr ihn die Rassentrennung in den besetzten Gebieten bezüglich der nur von Israelis zu befahrenden Strassen und das getrennte Wohnen an Südafrika während der Zeit der Apartheid erinnerte.

Die Apartheid dort erstreckt sich noch so viel weiter und dient einzig dem Zweck diese beiden Völker getrennt zu halten, das eine Volk privilegiert zu halten und das andere mit 30 Gesetzen die es spezifisch diskriminieren unterdrückt zu halten. Israelis stehen unter israelischem Recht, dass sich nach innen wie eine Demokratie verhält, Palästinenser, selbst die die in Israel selbst leben, stehen unter dem unerbittlich harten Militärrecht.

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Das ist Rassentrennung. Das ist auch schlecht für Israel.

Israel ist in seiner vergangenen und aktuellen Politik leider ein Staat der autoritäre und rassistische Tendenzen vorweist und Menschen verletzt. Der Staat Israel, der als eine Demokratie angesehen werden will, missachtet Menschenrechte und betreibt Rassismus, seit seiner Gründung. Ein psychologisch-soziologischer Erklärungsversuch aus der Traumaforschung, der Verständnis für das Verhalten dieses Staates entwickeln und ihm helfen soll einen anderen Weg der Vergangenheitsbewältigung zu finden, wird im Verlauf meiner Argumentation folgen.

Ich stehe auf der richtigen Seite. Ich stehe auf der Seite von Allen. Ich habe keine Feinde, weil ich mich selbst nicht hasse.

Abschliessend möchte ich sagen ich widme all meine Bemühungen allen Menschen, im besonderen meiner überall auf der Welt zerstreuten Familie auf beiden Seiten.