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Meine Person, Arbeit und politische Position:

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Im Rahmen meiner politischen Arbeit in diesem Blog stelle ich im Folgenden nun meine Person und meine politische Position vor. Mein Name ist Robert Al-Aqqad, etwa 3,000 palästinensische Menschen in der Stadt Nablus im besetzten Westjordanland in Israel / Palästina tragen diesen Namen.

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Ich bin Pazifist und Vegetarier und in Deutschland aufgewachsen. Meine Mutter ist Christin und Donauschwäbin aus Siebenbürgen, mein Vater ist Muslim und Palästinenser aus der Stadt Nablus im Westjordanland. Seine Mutter war Christin, sein Vater Muslim, was in diesem Land nicht ungewöhnlich ist, finden sich dort doch die Heiligtümer der drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam.

Ich bin in Deutschland mit einem deutschen Vornamen, christlich-katholisch getauft, auch wenn ich nie Kirchgänger war, aufgewachsen und verstehe mich selbst als Weltbürger. Ich kann leider kein Wort Arabisch, spreche nur Deutsch und Englisch und wurde von meinen Eltern meinem Verständnis nach ganz bewusst ohne große kulturelle Einflüsse aufgezogen, um eine größtmögliche Integration zu ermöglichen.

Ich habe seit meiner Geburt in Stuttgart die deutsche Staatsbürgerschaft. Ich hatte nur sehr wenige Gespräche mit meinem Vater über sein Herkunftsland oder den dortigen Konflikt. Er wollte das ich und mein jüngerer Bruder frei davon aufwachsen. Ich habe keinen reellen Einblick in die arabische Kultur, was ich bedauere.

Man würde mich in der Heimat meines Vaters wohl nicht ernst nehmen wenn ich mich als Palästinenser oder Araber bezeichnen würde, ich bin wie die meisten Deutschen aufgewachsen.

Ich habe jedoch eine große Akzeptanz durch die palästinensische Seite meiner Familie erfahren, sicher auch weil es nicht ungewöhnlich für dieses Volk ist das seine Familien überall auf der Welt zerstreut sind. Und sie in ihrer Situation häufig Nichts anderes haben, als ihren Zusammenhalt.

Als Deutscher in Deutschland kann ich mich auch nicht bezeichnen, auch wenn dies die hauptsächliche Kultur war durch die ich in meinem Aufwachsen geprägt wurde. Das hat man mir klargemacht.

So bin ich Weltbürger in meinem Selbstempfinden, ohne nationale Identität. Ich habe hier wenig arabische und fast ausschließlich deutsche Freunde, viele aus der linken Szene. Erst vor kurzem habe ich den Kontakt zu Verwandten aus Nablus und Jordanien erstmals hergestellt. So viel zu meiner Person.

Nun zu meiner politischen Position, sowie meiner Position Menschen jüdischer Abstammung gegenüber: Ich empfinde die jüdische Kultur und ihr Erbe als vielfältig, bereichernd, interessant und wertvoll. Ich verehre viele Menschen jüdischer Abstammung, die unfassbar Wertvolles für die Menschheit geleistet haben.

Darunter den Soziologen Theodor Adorno, den ich sehr liebe, den Psychologen Sigmund Freud, den Physiker Albert Einstein, den Pädagogen Erich Fromm, den Schriftsteller Franz Kafka, den Regisseur Stanley Kubrick und viele Weitere.

Ich bin der festen Überzeugung das durch die Ermordung, Ausweisung und das Arbeitsverbot gegen Menschen jüdischer Abstammung während der Nazidiktatur eine entsetzliche und nie wieder zu schließende Lücke in der deutschen Kultur und Wissenschaft hinterlassen wurde.

Auch halte ich den Holocaust für das größte und grauenvollste Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Ein unvergleichliches Verbrechen. So wie die meisten Schüler aus Süddeutschland war auch ich zu Besuch in Dachau.

Das Existenzrecht Israels und die Notwendigkeit einer nationalen Heimat für das jüdische Volk oder Religionsgemeinschaft erkenne ich als realpolitische Tatsache vorbehaltlos an. Auch lehne ich gewaltsames Vorgehen auf allen Seiten ab. Den Vorwurf des Antisemitismus empfinde ich als unfassbar verletzend und ungerecht. Ich habe mich gründlich mit den Verbrechen der NS befasst. Ich weiß das ich hier richtig empfinde.

Ich lehne Zuspruch von Rechts vehement ab. Ich will ihn nicht und ich brauche ihn nicht. Niemand braucht Unterstützung von einer menschenverachtenden und autoritären Ideologie.

Ich war involviert bei der Gründung des deutschen Ablegers einer internationalen israelisch-palästinensischen Friedensorganisation, meine letzte Partnerin war eine jüdische Israelin, die bis vor kurzem ihr gesamtes Leben in Israel verbracht hat und auch als Soldatin gedient hat, wenn auch in der Wüste und ohne Palästinenser zu sehen.

Wer damit ein Problem hat, oder gar „Fraternisierung“ brüllt, ist ein Rassist und ein reaktionärer Identitärer. Ich habe ihr geholfen, zu verstehen, was in ihrem eigenen Land stattfindet und ihr aufgrund von der Segregation verborgen geblieben war.

Und an dieser Stelle einige deutliche Worte an diejenigen ganz oder teilweise arabischstämmigen Mitmenschen, die sich über rechte Unterstützung freuen und hier unter Umständen mitlesen: Glaubt nicht auch nur für einen Moment das ihr diesen Zuspruch wollt. Selbst wenn ihr sonst alleine steht. Er kommt aus den völlig falschen Gründen.

Täuscht euch auch nicht darüber das für euch, nach einer Machtübernahme, nicht die selbe Lösung angestrebt würde, wie für alle anderen wahrgenommenen Untermenschen auch: Die völlige Vernichtung, nichts anderes. Nur wenn es das ist was ihr für euch wollt, solltet ihr euch mit Rechts verbrüdern. Nur dann, wenn ihr eure eigene, letztendliche, völlige Vernichtung anstrebt.

Was ich kritisch betrachte, ist die vergangene und gegenwärtige Politik eines modernen Staates, Israel und die Umstände und Abläufe seiner Gründung. Hier gibt es Unrecht zu beklagen. Damit stehe ich laut aktuellen Umfragen auf der Seite einer knappen Mehrheit der Bevölkerung, nach den Kriegsverbrechen in Gaza von 2014. Ich würde meine Position als pro-israelisch und pro-palästinensisch bezeichnen.

Die von mir aktuell in Betracht gezogene Lösung dieses Konfliktes ist die Ein-Staaten-Lösung in Form einer reellen, gleichberechtigten Demokratie, auch wenn das sicher noch ein langer Weg ist. Meine Haltung zu der von mir bevorzugten Staatenlösung könnte sich aber noch ändern, ich erwäge auch eine Zwei-Staaten-Lösung dieses Konfliktes und die Realisierung eines palästinensischen Staates, welcher ja bereits im Teilungsplan der UN von 1947 versprochen wurde und bin immer für Vorschläge offen.

Ich sehe mich selbst als relativ weit links stehend, rechte und autoritäre Ideologie ist exakt die Ideologie, die zu überwinden ich bestrebt bin. Als meine wichtigste Motivation würde ich die vollständige Anerkennung dessen was mit dem palästinensischen Volk geschieht benennen. Viele haben zu lange die Augen vor den Realitäten verschlossen. So lange diese Dinge aber nicht voll anerkannt werden, wird der Graben nicht zu überwinden sein.

Auch für das Verhalten des Staates Israel muss Verständnis geschaffen werden. Jedoch muss es durch öffentlichen Druck verändert werden, so das es zu keinen weiteren Verletzungen der Menschenrechte mehr kommt, auf keiner Seite.

Meine Ziele sind Anerkennung und Dialog. Ich ziele in der Auseinandersetzung bei dieser Thematik auf gegenseitiges Verständnis und ein Win-Win für alle Beteiligten ab.

Die prominente Israelin Robi Damelin und ich (deutsch-palästinensischer Abstammung) auf dem Potsdamer Platz in Berlin, nach einem Meeting zur Gründung des deutschen Ablegers der israelisch-palästinensischen Friedens- und Versöhnungsorganisation Parents Circle. Dem Parents Circle gehören Eltern auf beiden Seiten des Konfliktes an, die Kinder durch diesen verloren haben und die nun auf Dialog und Aussöhnung setzen.

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Der Trailer zu Robi Damelins „Taking Steps“ – eine Aktion bei der Menschen den „Bird of Peace“ der für Versöhnung steht, auf ihren Schuhen tragen. Prominente wie Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett und Angelina Jolie tragen die Schuhe bereits. Deutsche Untertitel von mir.

https://www.facebook.com/groups/1565830950380724/permalink/1565834463713706/

Taking Steps ist ein Projekt der „Trauernden Israelischen und Palästinensischen Familien des Elternkreises / Parents Circle“, bestehend aus Familien auf beiden Seiten, die Kinder und nahe Familienangehörige im Nahostkonflikt Israel / Palästina verloren haben, nun ein Ende der Gewalt fordern und auf Begegnung und Dialog setzen.

Hier mit Fouad El-Hay von der von mir unterstützten Organisation Palästinensische Stimme und Ramsis Kilani im Roten Rathaus in Berlin, bei einer Veranstaltung des Canaan Projects – Trialogue with Israel and Palestine:

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Auf meiner Facebookseite GOOD Morning Vietnam und meinem gleichnamigen Youtubekanal finden sich von mir erstellte Videos, die spendenfinanzierte Hilfsprojekte und -aktionen der Organisation Palästinensische Stimme Berlin, in Kooperation mit der Youth Cultural Forum Association aus Gaza, dokumentieren:

https://www.facebook.com/goodmorningvietnam2/

Kommentar:

Ich finde es aberwitzig, wie ich zu manchen Beiträgen im einen Kommentar als Rechter, im Anderen als Linkspopulist bezeichnet werde – oder von der einen Seite als „USA-Hure“, von der anderen Seite als Antiamerikaner bezeichnet werde. Wenn ich von dem einen als Antisemit, vom anderen kurz darauf an anderer Stelle als „Zionisten-Sau“ beschimpft werde, dann wird es schon amüsant. Ich weiß, ich bin Nichts von alledem.

Diese Personen haben sich doch noch nicht einmal ansatzweise mit meiner Arbeit auseinander gesetzt. Sie können mir tatsächlich GAR Nichts über mich erzählen, wie ich feststelle. Ich kritisiere Verletzungen der Menschenrechte, Ausbeutung, Unterdrückung, Ungerechtigkeiten, Rassismus und damit hat es sich.

Damit haben verschiedene Personen aus verschiedenen Gründen Probleme, vielleicht weil es ihnen nicht gelingt, über ihren persönliche Agenda hinaus zu wachsen. Ich suche immer den progressivsten und humanistischsten Ansatz den ich finden kann, weil ich diesen für am wirkungsvollsten halte.

Ich bin kein Ideologe – weder verfüge ich über eine linke Dialektik, noch über rechte Polemik – ich bin Humanist. Und die einzige Ideologie der ich folge ist die Menschlichkeit.

Ich bin auch ein wirklicher Antirassist, von dem sich mancher vermeintliche Antirassist, etwa unter den Antideutschen (wenn die eigene Ideologie bereits einen Rassismus enthält…) eine Scheibe abschneiden könnte.

Ich bin ein religiöser Atheist, ein militanter Pazifist, Vegetarier, Humanist, Hochbegabt aber passe in keine deiner Schubladen. Ich bin Deutscher, aber ich sehe nicht aus wie einer. Ich bin Araber, aber habe Nichts arabisches an mir, kann kein arabisch, habe leider keine näheren arabischen Freunde, wurde christlich getauft. Mein Vater ist nicht praktizierender Moslem und Palästinenser, meine Mutter eine christliche, deutschstämmige Ungarin. Ich sprenge deinen Rahmen.

Ich bin auch Internationalist und verfüge über keine eigene nationale Identität. Die Erklärung der Internationalen Identität:

Ich bin ein Mensch. Ein Teil der Menschheit.
Das ist das einzige Volk dem ich angehöre.

Ich bin ein Teil der menschlichen Rasse.
Das ist die einzige Rasse der ich angehöre.

Ich bin ein Bürger des Planeten Erde.
Das ist meine einzige Heimat. Ich liebe sie sehr.

Ich bin ein Teil jeder Kultur.
Alle Kulturen sind ein Teil meines Volkes und wertvoll.

Ich folge nur der Menschlichkeit.
Das ist die einzige Ideologie der ich folge.

Alles Leben ist wertvoll. Alles Leben muss beschützt werden.

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